Weinjahr 2007
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Das steirische Weinjahr 2007

Das Gedeihen der Reben war auch 2007 durch besondere Witterungseinflüsse geprägt

Trotz Hitze konnten die Reben das gesamte Jahr über auf eine ausgeglichene Wasser- und Nährstoffversorgung zählen. In Summe gab es perfekte Wachstumsbedingungen für die steirischen Reben.

Zeitiges Frühjahr

Der schneearme Winter mit rekordverdächtig hohen Temperaturen bewirkte einen frühen Austrieb der Reben.

Rasante Rebentwicklung – frühe Blüte

Die für die Reben optimalen Wachstumsbedingungen mit Maximumtemperaturen um die 30 Grad Celsius führten zu rekordverdächtigen frühem Blütebeginn noch im Mai! Das Jahr 2007 war neben dem Weinjahr 2003 das einzige Weinjahr, bei dem die Rebblüte so früh einsetzte.

Im Sommer Hitze, viel Sonne und ausreichend Wasser

Moderaten Sommertemperaturen zu Monatsbeginn, folgte eine extreme Hitzewelle zwischen 15. und 23. Juli. Die Hitze war so enorm, dass an freistehenden Trauben Sonnenbrand entstand und ein Arbeiten in den Weingärten nahezu unmöglich war.
Ende August präsentierten sich viele Weingärten bereits mit reifen Trauben und erste Frühlesen für den begehrten Sturm konnten bereits eingebracht werden.

Ein steirischer Herbst

Bereits im August, während der Reifephase konnten angenehme Nachttemperaturen beobachtet werden, die für die Entwicklung der Fruchtaromen besonders positiv waren. Der einsetzende Altweibersommer mit Tagestemperaturen über 20 Grad Celsius und frischen morgendlichen Temperaturen knapp unter 10 Grad Celsius ermöglichte eine tolle Aromabildung in den Trauben.

DER STEIRISCHE WEIN 2007

Typisch steirische Fruchtausprägung und komplexes Aromenspiel

Starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht akkumulierten die Aromen in den Trauben. Die früh, ab Mitte September, geernteten Weine sind leicht im Alkohol, weisen eine besonders animierende Säure auf und zeigen die typisch steirische Fruchtausprägung.
Die später geernteten steirischen Qualitätsweine konnten außerordentliche Reifegrade erreichen und werden mit viel Sortentypizität und Struktur glänzen. Hier erwartet uns ein komplexes Aromenspiel.

Saftigkeit und Reife mit der Frische der Säure

Verkostungen der Sorten Welschriesling und Schilcher zeigen viel Fruchtausprägung, die Weine haben aber im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren mehr Saftigkeit und Reife ohne die Frische der Säure verloren zu haben.

Kräftig, wuchtig und mit feiner Struktur

Bei den Burgundersorten gibt es neben reifen Nusstönen die besonders den Weissburgunder auszeichnen auch Anklänge an exotischen Früchten die insbesondere bei der Sorte Morillon zu entdecken sind. Spät geerntete Burgunderweine sind kräftig, wuchtig mit feiner Struktur am Gaumen und großem Lagerpotential.

Komplex und langer druckvoller Abgang

Die hochreifenden und duftintensiven Sorten wie Sauvignon blanc und Traminer zeigen sich komplex mit besonderer Fruchttiefe und langem druckvollem Abgang. Spät geerntete Vertreter der beiden Rebsorten sind intensiv aromatisch. Großes Lagerpotential ist selbstverständlich.

Frische Frucht, Saftigkeit und Traubigkeit

Die 2007er Gelben Muskateller konnten lange am Rebstock reifen und erinnern im Bukett stark an Melisse und Holunderblüten. Sie widerspiegeln frische Frucht und zeichnen sich am Gaumen durch Saftigkeit und Traubigkeit aus.

Weinbaudirektor Ing. Werner Luttenberger

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