Weinjahr 2001
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Das steirische Weinjahr 2001

Ausgezeichnetes Frühjahr

Der milde und trockene Winter brachte einen gleichmäßigen Austrieb. Die Monate März bis Mai waren insgesamt sehr warm. Die Durchschnittstemperaturen der Monate März und Mai lagen um 2,5 bis 3,5 ° C über dem Mittelwert. Durchschnittliche Niederschlagsmengen mit hohen Temperaturen bewirkten, dass die Rebentwicklung ab dem Austrieb sehr schnell voranging. Die Rebblüte setzte Anfang Juni ein und ermöglichte einen Entwicklungsvorsprung gegenüber einem Normaljahr von mehr als einer Woche.

Im Sommer – heiß und trocken

Der Monat Juni war laut Wetterübersicht im Weinland sowohl von der Temperatur, als auch von den Niederschlägen im Durchschnitt. Juli und August brachten ähnlich wie letztes Jahr extreme Hitzeperioden (bis + 4°C) und Niederschläge die nur etwa ein Viertel der Normalmenge ergaben.

Gut verwurzelte ältere Weingärten hatten bis auf wenige Ausnahmen keine Probleme mit den geringen Niederschlagsmengen, jedoch in trockenen Lagen, auf durchlässigen Böden und jungen Rebanlagen wurde der Regen sehnlichst erwartet.

Der September brachte bis zur Monatsmitte hin den langersehnten Regen, der gegen Monatsende bereits für Weinbauern genügend ergiebig war. Durch den Wetterumschwung entstanden relativ starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, die sich wiederum sehr günstig für die Aromaausbildung zeigten.

Herbst mit viel Hochdruck

In den letzten Septembertagen konnte mit der Hauptlese begonnen werden. Eile war wegen des perfekten Wetters allerdings nicht von Nöten. Das spätsommerliche Wetter mit den großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht förderte  die Bukettentwicklung neben der bereits vorhandenen guten Reife. Jeder Weinbauer konnte durch genaue Beobachtungen den optimalen Lesezeitpunkt für seine Trauben bestimmen und seinen jahrgangstypischen Wein keltern.

Wie schmeckt der 2001er?

Die Fruchtigkeit der Jungweine ist  typisch steirisch. Das Besondere  am Jahrgang ist die Bandbreite des Weinangebots. Sie reicht von jugendlich frisch im Geruch und zeigt ein lebendiges Fruchtspiel am Gaumen. Hier sind die Sorten Welschriesling und Schilcher hervorzuheben. Die im klassisch steirischem Stil ausgebauten Weine sind heuer von enormer Fruchtigkeit.

Die spät geernteten Weine sind intensiv aromatisch und kräftig fruchtig. Die Sorten Weissburgunder, Morillon, Traminer oder Sauvignon, sind besondere Vertreter dieser Weine. Der Jahrgang 2001 kostet sich etwas leichter als der letzte Jahrgang, zeichnet sich aber durch eine animierende Struktur am Gaumen aus. Die Säure ist bereits jetzt schon ausgewogen.

Weinbaudirektor Ing. Werner Luttenberger

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