Weinjahr 2000
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Das steirische Weinjahr 2000

Optimales Frühjahr

Der günstige Winter 99/00 brachte einen zufriedenstellenden Austrieb in allen Lagen und bei allen Sorten. Der Start in ein gutes Weinjahr war somit bereits im Frühjahr gegeben. Die Monate April und Mai waren insgesamt außergewöhnlich warm und meist sehr trocken. Das langjährige Temperaturmittel wurde im April im Raum Graz um 4,8 ° C übertroffen! Auch der Mai lag im Durchschnitt um mehr als 2 ° C über dem Schnitt.

Die Rebentwicklung war wegen der besonderen Wettergegebenheiten ab dem Austrieb so rasch, dass die Rebblüte im Mai – rekordverdächtig früh – einsetzte und bereits in den ersten Junitagen abgeschlossen war. Der Entwicklungsvorsprung betrug zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 2 Wochen.

Im Sommer –  das Wetter das sich Trauben wünschen

Die Wetterübersicht weist für den Monat Juni die größten positiven Temperaturabweichungen mit über 3 ° C für den Raum Graz aus. Im Juli wurden zwar durchschnittliche Temperaturen festgestellt, aber der zu dieser Zeit gefallene Regen war in den Rebanlagen äußerst willkommen, da die vorangegangenen Monate viel zu wenig Niederschläge brachten.

Früh einsetzende Lese

Die früh einsetzende Reife führte zum einzigartig frühem Lesebeginn in der Steiermark. Bei Frühsorten wurde teilweise bereits im August mit der Ernte begonnen. Die Hauptlese bei sämtlichen Sorten war noch im September (anstatt im Oktober).  Um den frisch-fruchtigen Charakter bei der Sorte Welschriesling zu erhalten, wurden einzelne Weingärten in der Reihenfolge der Lese vorzogen.

Das spätsommerliche Wetter im September mit den großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht förderte  die Bukettentwicklung neben der bereits vorhandenen guten Reife.

Der steirische „2000er“ ist fruchtig animierender bis ausgewogen füllig.

Welschrieslinge, früh geerntete Weißburgunder, Muskateller und Schilcher sind oft sehr fein und fruchtbetont und von animierender Säure.

Hingegen zeigen spät geerntete Weissburgunder, Morillon, Sauvignon blanc und Traminer neben höchster Reife auch schon ausgezeichnete Harmonie. Die steirischen Rotweine des Jahrganges 2000 sind zeigen im Jugendstadium unvorstellbar dicht und füllig am Gaumen.

Weinbaudirektor Ing. Werner Luttenberger

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