Keine News in dieser Ansicht.

400 v. Christus
Schon vor zweieinhalb Jahrtausenden, ca. 400 v.Chr., wurden hierzulande wildwachsende Reben genutzt - von den Kelten. Kultiviert und verbreitet wurde der Weinbau aber erst von den Römern. Funde von Weinbaugärten und Trinkgefäßen im südsteirischen Raum zeugen von der Weinkultur der Römer. Der römische Kaiser Probus hat den Weinbau stark gefördert, er hat neue Sorten eingeführt und verbesserte Anbaumethoden entwickeln lassen. Angeblich hatte sein Engagement folgenden Hintergrund: die römischen Legionäre, fernab der Heimat, konnten nicht rechtzeitig mit ihrer täglichen Ration Wein versorgt werden, und so wurde beschlossen, den Wein auch in den Provinzen anzubauen.
Die Völkerwanderung
Zur Zeit der Völkerwanderung ging der Weinbau stark zurück. Aber schon mit Beginn der Christianisierung und Urbarmachung des Landes gewann der steirische Weinbau wieder an Bedeutung und blieb das ganze Mittelalter hindurch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das 8. Jahrhundert brachte dem Weinbau vorerst im Rheingau einen Aufschwung, als Karl der Große das Anlegen neuer Weingärten verordnete und auf jedem Weingut drei Schankstätten für das Volk einrichten ließ. Diese Entwicklung breitete sich nach und nach im gesamten Reich aus. Die größte Ausdehnung der Anbaufläche dürfte gegen Ende des 16. Jahrhunderts bestanden haben. Danach setzte in Folge von Seuchen und Kriegswirren ein Rückgang ein.
Erzherzog Johann
Einen großen Aufschwung nahm der steirische Weinbau durch das Wirken von Erzherzog Johann, der sich um systematische Förderung und Entwicklung bemühte und z.B. auf einem von ihm geschaffenen Versuchshof 425 verschiedene Rebsorten erproben ließ. In der Kellerwirtschaft wurde die Wichtigkeit einer sorgfältigen Hygiene erkannt sowie der Ausbau des Weines in kleinen Fässern erprobt, womit man harmonische, wohlschmeckende Sortenweine kultivieren und haltbar machen konnte. Die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts brachte aber auch schlimme Einbußen durch Krankheiten und Schädlingsbefall der Reben. Dennoch: Mit einer Rebfläche von fast 35.000 Hektar war die Steiermark ein überaus bedeutendes Weinland in der Monarchie.